• Das Asch-Experiment: Welche Linie in (2) ist gleich lang wie die in (1)? Mit sozialem Druck können Klimaforscher*innen Sie dazu bringen, (a) zu wählen und das auch noch zu glauben.

    von Axel Robert Göhring und Michael Limburg

    Die „Vierte Gewalt“ der gewaltenteilenden Demokratie, die Massenmedien, hat nicht das Interesse einer bestimmten Partei oder eines bestimmten gesellschaftlichen Milieus zu vertreten, sondern den Wahlbürger zu informieren. Daß jedes Organ seine spezielle Ausrichtung hat, rechts, links, christlich, kapitalistisch; ist kein Problem, solange viele verschiedene Sichten vertreten werden. Die deutschsprachigen Massenmedien sind aber heute mehr oder minder klima/öko-sozialistisch eingestellt. Seit wann eigentlich?

    Ein Freund und alter FAZ-Leser erzählte mir einmal, daß ihn schon seit Jahren störe, daß seine geliebte Frankfurter Allgemeine nach und nach Positionen der taz übernähme. Er machte die Beobachtung an der zunehmenden Propagierung der angeblich ungleichen Bezahlung von Frauen und Männern fest („Gender Pay Gap“). Er argwöhnte, daß dieses Verhalten reine Strategie sei, um weibliche Leser zu gewinnen. Mag sein, wäre aber eine miserable Strategie, da man durch solche Richtungsschwenks die Stammleserschaft vergrault; auch die weiblichen.

    Ein weiterer wichtiger Faktor ist wohl der Gruppenkonformismus, auch Asch-Effekt genannt. Solomon Asch war ein jüdischer Psychologe aus Krakau, der nach dem Krieg erforschen wollte, wieso das gebildetste Volk der Erde dermaßen leicht und schnell auf Hitlers Propaganda hereinfallen konnte und in den eigenen Untergang rannte. In einem Experiment präsentierte Asch Probanden verschieden lange Linien (siehe Beitragsbild) und versuchte dabei, die Testpersonen mit Hilfe von Inkognito-Schauspielern dazu zu bewegen, die Linien als gleichlang zu bewerten. Zu seiner eigenen Überraschung klappte das in etwa 2/3 der Fälle sehr gut.

    Wundern Sie, geneigter Leser, sich also nicht, daß Journalisten, die letztlich fast alle aus demselben Milieu stammen und an denselben Unis studierten, überwiegend grün-rot ticken; und das trotz häufig konservativem familiären Hintergrund. Die Linksextremen an den Universitäten sind laut und energisch, und nehmen so die Rolle unserer Schauspieler im Asch-Experiment ein. Rechte Intellektuelle sind heuer deutlich zurückhaltender und sachlicher, das heißt, völlig ineffektiv.

    Wann war der weltanschauliche Kipp-Punkt in der deutschen Medienlandschaft erreicht? Es muß irgendwann zwischen 2011 und 2015 gewesen sein. Bis etwa 2010 konnte zum Beispiel 3Sat noch kontrovers zur Klimareligion des „Predigers“ Al Gore berichten, was wir dank des Youtube-Kanals FMD überprüfen können. Gerade wurde in einer Facebook-Gruppe auf einen Welt-Artikel von 2011 aufmerksam gemacht, in dem Journalisten-Altrecke Günter Ederer noch schreiben konnte:

    „Die CO2-Theorie ist nur geniale Propanda.“

    Darin sagte Ederer sogar ganz deutlich, daß alle Parteien in den Industriestaaten die Weltuntergangs-These übernehmen würden; die Vorhersage war sogar 1998 schon vom ausgezeichneten Wissenschaftsjournalisten Nigel Calder prophezeit worden. Grund: Man könne mit dem CO2-Wahn sogar die Luft zum Atmen besteuern. Das ließe sich kein Politiker entgehen. Dabei gebe es rund 800 wissenschaftliche Publikationen gegen die CO2-Panikmache. Fragt sich, wieso die konservative Journaille diese ignoriert; denn Atemluftsteuern bringen den Redakteuren nichts. Auch werden falsche Angaben wie die berühmte „97%“-Aussage völlig ungeprüft laufend wiedergekäut.

    EIKE-Pressesprecher Horst Lüdecke sagte dazu, daß die Frage in betreffender Studie unwissenschaftlich gestellt worden sei: Man wollte wissen, ob die Befragten allgemein die These befürworten würden, daß Kohlenstoffdioxid die Atmosphäre aufheizen könne. Ohne Aussage zur Quantität und Relevanz müssen natürlich auch manche „Klimaleugner“ wie es sie auch bei EIKE gibt, als vorsichtige Wissenschaftler ja sagen. Pikanterweise sind also einige von uns in den 97% auch enthalten, was so in den Medien aber nicht gesagt wird.

    Und was schreibt die Welt am 21.4.19 in ihrer Flaggschiffversion, der Welt am Sonntag? Da kann – ganz aktuell – ein extrem gefrusteter AfD-Politiker, widerspruchslos den menschgemachten Klimawandel als Tatsache hinstellen und das Klimaskeptiker-Institut EIKE als Lobbyisten der US-amerikanischen Öl-Gas-Kohle-Industrie bezeichnen. Konrad Adam, so heißt dieser frühere Welt-Journalist, hatte sich – wohl sehr zu Unrecht- früher einmal einen Ruf als scharfer Beobachter erarbeitet. Doch mit zunehmendem Politfrust über die ungezogene AfD hat er offensichtlich nicht mitbekommen, dass EIKE finanziell in einer ganz anderen Liga spielt, als die staatlich und privat gemästeten Klimaalarmisten-Institute, die er so bewundert. Im Vergleich zu denen bewohnt EIKE sozusagen das feuchte Kellergeschoß im Armenhaus. Was wiederum der Finanzkraft der US-amerikanischen Öl-Gas-Kohle-Industrie ein miserables Zeugnis ausstellen würde, so sie denn wirklich vorgehabt hätte, EIKE zu unterstützen. Hat sie aber nicht.

    Denn auch das gilt: Obwohl bei EIKE jeden Spendeneuro gebrauchen kann, muss jedem Spender klar sein, dass das Institut niemals eventuell damit verbundene Anweisungen, egal ob direkter oder indirekter Art, akzeptieren würden. Das verbietet nicht nur unsere Satzung, sondern auch das Selbstverständnis aller  Mitglieder,  die auch noch – wiederum im Gegensatz zu vielen Alarmisten – ehrenamtlich arbeiten. Es wäre das Ende von EIKE und verbietet sich daher von selbst.

    Wie die konservativen Leser solchen leicht erkennbaren Gefälligkeitsjournalismus goutieren, zeigt die jüngste Medien-Statistik: Die Welt minus 17%, FAZ minus 3,3%, Bild minus 9,3%. Wird bald ein neuer Kipp-Punkt kommen, an dem die Journalisten sich wieder daran erinnern, was Journalismus bedeutet? Man mag es hoffen, allein, es fehlt der Glaube.

    Bald auch bei EIKE.

  • Von DAVID HOLT – https://www.flickr.com/photos/zongo/31078296837/, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=74634726

    Neben der „Gebärstreik“-Bewegung, dem Klima zuliebe, kommt nun noch eine andere wirre „Klimaschutz“-Bewegung aus Großbritannien: „Extinction Rebellion“, zu deutsch „Rebellion gegen die Auslöschung“, zeitgleich mit Gretas Schulschwänzer-Aktion gegründet. Vor kurzem blockierten deren „Aktivisten“ zentrale Verkehrsknotenpunkte in London – mit Sekundenkleber.

    Öko-Terrorismus ist nichts Neues – so wurden in den 2.000er Jahren in den USA SUV-Geländewagen noch auf dem Parkplatz der Händler abgefackelt. Und in den 80er Jahren gab es bei linken Protesten gegen einen Startbahnneubau am Frankfurter Flughafen sogar tödliche Schüsse auf Polizisten.

    Wer glaubt, daß es den Gewalttätern tatsächlich noch um die Sache geht, muß wohl selber aus der Szene sein. Nein, unsere Spezies ist nun einmal gewalttätig; und wenn man jungen Männern (und auch ein paar Frauen), die die Welt gerne brennen sehen wollen, ausreichend Gründe gibt, irgend etwas mit Gewalt „retten“ zu können, tun es nicht wenige.

    Bei machtgierigen oder aufmerksamkeitssüchtigen Menschen verhält es sich auch so, und diese Persönlichkeiten sammeln sich nun in der Extinction Rebellion-Bewegung. Wie die Welt und TV-Sender berichteten, blockierten „Aktivisten“ den Londoner Verkehr, zum Teil, indem sie sich mit Sekundenkleber an Straßen, U-Bahn-Türen und sogar an Zugdächern selber festklebten, manche auch nur anketteten. Immerhin wurden 290 Spinner verhaftet.

    Wie verrückt muß man sein. Was ist, wenn die Bahnpolizei die Züge nicht schnell genug stoppen kann? Und auch ohne Lebensgefahr: Wie kriegt man den Sekundenkleber von der Haut ab? Bei großflächiger Haftung? Ich muß mal im Klinikum nachfragen; vielleicht gibt es da besondere Lösungsmittel, von denen die Schmalspur-Terroristen wussten.

    Die Londoner Kleber-Aktivisten sind kurz nach dem morgendlichen Arbeitsverkehr (sicher ist sicher) auf einen U-Bahn-Waggon an der zentralen Station Canary Wharf im Finanzviertel geklettert und haben ein Plakat mit der Aufschrift „Klima-Notfall – handelt jetzt“ präsentiert. Ich weiß nicht, ob die Londoner U-Bahn wie deutsche S-Bahnen Starkstrom über die Oberleitung bezieht. Wenn es so ist, haben sich unsere Klimafreunde für den Darwin-Award qualifiziert, der die dämlichsten Versehentlich-Selbstmörder prämiert. Der tödliche Starkstrom springt nämlich, wie der geneigte mitlesende Elektrotechniker weiß, einen Meter und mehr durch die Luft in den Körper des Darwinpreis-Kandidaten.

    Was im vorliegenden Fall außerdem verwundert, ist, daß unter den U-Bahnkletterern auch eine 51jährige Dame war, die nach eigenen Angaben Mutter zweier minderjähriger Töchter sei. Deren Zukunft wolle sie sichern.

    Normalerweise zieht Öko-Terrorismus ja nur junge Erwachsene aus dem akademischen Milieu an. Daß nun Mütter ü50 mit-terrorisieren, sagt uns, daß die Klima-Weltuntergangs-Propaganda der in der gesamten westlichen Welt gleichgeschalteten Medien offenbar mittlerweile zieht. Die Fridays-for-future-Aktivisten vom Schlage eines Svante Thunberg (Gretas Papi) oder einer Langstrecken-Luisa sind bekanntermaßen reine Abzocker, die durch ihr Verhalten selber zeigen, daß sie gar keine Angst vor Ökokatastrophen haben.

    Sie haben es aber kalt lächelnd geschafft, einfachen Bürgern Angst einzuflößen. Interessanterweise denken die verängstigten Leute, daß die Regierungen gerade der westlichen Staaten nicht genügend gegen den Klimawandel tun. Von Protesten gegen die Regierungen nicht-westlicher Länder wie China oder Indien hört und liest man nichts, obwohl gerade die Schwellenländer auf unsere Ökofantasien pfeifen und ein Kohlekraftwerk nach dem anderen hochziehen. Und daß Energiewirtschaft-Killer wie Angela Merkel nichts gegen den imaginierten Klimakollaps tun, kann  man nun wirklich nicht behaupten. In der Grünen Tagesschau wurde gerade berichtet, daß Wind- und Sonnenkraftwerke schon 38% unseres Stromes liefern – das Merkel-Kabinett will bis 2030 rauf auf 65%.

    Da wundert man sich, daß Berliner Klimareligiöse von Extinction Rebellion die bekannte Oberbaumbrücke in Friedrichshain zwei Stunden mit Sitzkreisen blockierten. Ob es ordentlich Strafe gab? Vermutlich nicht, wenn es um zeitgeistige Themen geht, darf man so ziemlich alles. Ob nun den Verkehr lahm legen oder laufend die Schule schwänzen.

    Bald auch bei EIKE

    Tags: , ,

  • Quelle: Standbild https://www.youtube.com/watch?v=mwLPqM4EYdQ

    Wer seine Vergangenheit reflektiert, hat gute Karten für die Zukunft. Und andersherum. So tut man gut daran, die Bibel sehr genau zu lesen, ob man nun Christ ist oder Atheist. Der Apostel Matthäus warnte schon vor 1.800 Jahren vor Pseudoreligiösen, die nicht das Gemeinwohl im Sinn haben, sondern nur das eigene.

    Den Grünen Parteien in Europa wird häufig vorgeworfen, sie seien quasi-religiöse Prediger, die völlig ahnungsfrei eine Art Ablaß vom schlechten Gewissen versprechen. Daß Greta Thunberg nun beim Oberhaupt aller Katholiken zur Audienz geladen war, paßt also historisch recht gut. Das arme Mädchen wurde vom Erzbischof von Berlin (Gehalt bezahlt von Steuergeldern) schon mit einem Propheten verglichen. Papst Bergoglio, Amtsname Franziskus I., ist zudem Fan der Klimakatastrophentheorie und bezeichnete Leute wie mich als „dumm“ (danke schön, zurück). Das Treffen der beiden Religionsführer war allerdings erstaunlich kurz und fand durch eine Absperrung getrennt statt. Vielleicht hat die Kurie verstanden, dass die Klimawahnsinnigen einen Konkurrenzkult aufbauen, und deswegen wollte man die Berührung zwischen Papst und Päpstin möglichst klein halten.

    Dennoch erdreisten sich Greta und ihr Vater, der PR-Profi Svante, dem Papst einen Zettel mit der Aufforderung zur Teilnahme an Freitags-Schwänzdemos zu überreichen. Daß der Oberste Brückenbauer tatsächlich zu so etwas antritt, ist ihm zuzutrauen, werden die Berater aber wohl verhindern. Es wäre dem Amt unwürdig.

    Vielleicht haben einige Kurienkardinäle in letzter Zeit das Matthäus(7,15)-Zitat vor Augen, welches vor Typen wie Al Gore oder Svante Thunberg warnt:

    Seht euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe. An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Kann man auch Trauben lesen von den Dornen oder Feigen von den Disteln?

    Daß unsere postmodernen grünen Prediger Dornen produzieren statt Trauben, zeigte wieder einmal Claudia Roth, ihres Zeichens Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages. Vera Lengsfeld und die Bild berichten gerade, dass Roth mit zwei MdB-Kollegen auf Klimarettungstour rund um den Planeten war. Das dürfen Sie wörtlich nehmen: Roth und ihre grün-schwarzen Reisebegleiter sind sage und schreibe 42.000 Kilometer geflogen – das ist ziemlich genau der Erdumfang. Angeblich haben die drei sich über absaufende Atolle und so informieren wollen. Dazu  muß man also persönlich hinfahren. Quatsch – Roth & Co wollten einfach gratis auf unsere Kosten zu den traumhaft schönen tropischen Paradiesen reisen.

    Roth hat übrigens  die „Ergebnisse“ ihrer „Dienstreise“ nur auf Druck der Bild veröffentlicht. Seltsam, oder? Reichstagsabgeordnete verdienen übrigens rund 10.000 Euro brutto im Monat. Plus Aufwandspauschale ca. 5.000 Euro, plus Jahresticket Deutsche Bahn Erster Klasse, plusplusplus….. Und für das Präsidium gibt’s noch mal ordentlich was obendrauf. Ob Claudia schon Millionärin ist? Könnte ihre Weltreisen trotzdem selber bezahlen.

    Wie auch immer, Roths Verhalten wird mit Sicherheit nicht die geringsten Folgen haben. Unsere „Volksherrschaft“ wird tatsächlich hauptsächlich von der politisch-korrekten Klasse gelenkt, und die ist vor allem eines nicht: ökologisch korrekt. Sie reden nur, aber was man selber, oder Claudia, macht, ist irrelevant. Eine Verbalideologie. Hütet Euch vor den falschen Propheten.

    Der Beitrag erscheint bald auch auf EIKE

    Tags: , ,

  • Notre-Dame de Paris, 2014 (Von DXR / Daniel Vorndran, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=36208575)

    von Gastautor Hugo Funke

    Notre-Dame gehört zweifellos zu den wichtigsten Sakralbauten Europas. Daß die Kathedrale in Flammen steht, ist nicht nur ein kaum zu kompensierender materieller Verlust, sondern auch ein passendes Bild für den kulturellen Fall Europas.

    Mit etwas Glück bleibt zumindest die steinerne Substanz der Kirche aus dem 12. Jahrhundert halbwegs erhalten. Daß ein Gebäude von derartiger Relevanz mal eben im Zuge von Bauarbeiten Feuer fängt, erscheint fast unwahrscheinlich.

    Und wenn es doch so war, so zeigt auch dies auf schmerzlich bildhafte Weise, wie die Europäer mit ihrem Erbe umgehen.

    Ergänzung von mir, GS:

    In Michel Houellebecqs Buch „Unterwerfung“ wechselt der Professor „Robert Rediger“ zum Islam, als er sieht, daß in Brüssel seine Lieblingsbar im Jugendstil geschlossen und wegsaniert wird. Für die Figur ist der Bar-Abriß das Eingeständnis der Europäer, daß ihre alte Kultur sich überlebt hat.

    Denkfrage: WER in Europa findet denn unsere Kultur so furchtbar? „Rassistisch-sexistisch-homophob“? Es ist nur das Juste-milieu, die reichen Linken, die sich einbilden, „Weltbürger*innen“ zu sein und zahlreiche Geschlechter zu haben. Ohne diese Typen wären wir Europäer eigentlich selbstgenügsam und würden uns nicht die „Verbuntung“ unserer Scheiß-Nazi-weißen-Viertel wünschen.

    Tags:

   

css.php